Ein Medium zu sein, bedeutet für mich, Werkzeug zu sein, Mittler zwischen den Welten, quasi das Telefon vom Diesseits ins Jenseits. Ich bin so etwas wie ein Radio, das "Wellen" empfängt.
Es darf dem Medium nicht um sich selbst gehen bei seiner Arbeit, es kommt nicht auf seine Gedanken und Meinungen und Bewertungen an, es ist im ersten Schritt NUR Übermittler der Botschaften.
Mit Interpretationen der Botschaften bin ich deshalb sehr zurückhaltend, zunächst einmal sollte der / die Hinterbliebene sich selbst einen Reim auf die Botschaften machen. 
Jedoch bin ich weiterhin der Ansprechpartner, um dem Hinterbliebenen nach einer Botschaft hilfreich zur Seite zu stehen. Eine einfühlsame Betreuung bei Unklarheiten, bei Fragen bezüglich der jenseitigen Abläufe, bei Verständnisschwierigkeiten kann man mich jederzeit anschreiben.
Meine  Meinung kann allerdings nur ein Hinweis, eine Möglichkeit, ein Anbieten von Lösungen, ein Einschätzen der Situation sein.
Was tatsächlich für wahr genommen wird, muss die Entscheidung des Hinterbliebenen bleiben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner medialen Arbeit ist der liebevolle und gewissenhafte Umgang mit den Hinterbliebenen und Trauernden. Ich  kann den Schmerz nicht nehmen, nicht die Lücke schließen, die der vermeintliche Tod bei unserem Gegenüber verursacht hat, aber ich kann versuchen, ein Stück aufzuklären, versuchen Hoffnung zu geben, versuchen zu trösten.

Medien können aufklären über das jenseitige Leben, welches ja nie endet, über Abläufe und Zusammenhänge bezüglich ihres Weiterlebens.
Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung berichten und versuchen, den Menschen die Angst vor dem Tod zu nehmen, in dem festen Glauben und Wissen, dass es unseren Lieben jetzt sehr gut geht, dort wo sie sind,einfach DA-Sein, zuhören, verstehen, mitfühlen und trösten, Vorschläge machen, helfen.
Helfen, weiter zu leben, in der Zuversicht, dass wir uns dereinst alle wieder sehen.